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Journal societé

Mechanics 1d22: [11] = 11 → The Wheel of Fortune

Change, fate, responibility 3d12: [5, 6, 7] = 18

Your thoughts turn to how quickly your fortunes have changed since joining the Society. You can feel the winds of change blowing—howling, even. What do you hope the next days bring? What happens instead?

  • Develop an Actor
  • Forfeit an Actor
  • Suffer a Scar

Es ist an der Zeit, die „Aufnahmegebühr“ der Société zu entrichten. Wie ich mich vor dieser Nacht fürchte.

Die letzten Wochen habe ich Dujardin, den Apotheker, beobachtet und beobachten lassen. Hätte ich ihn nur gleich umgebracht, und es hinter mir gehabt. Wie lange werde ich mich an ihn erinnern? Wann werde ich vergessen, dass er gerne in der „Verwunschenen Katze“ Amontillado trinkt? Wann werde ich nicht mehr wissen, dass er seine Familie liebt?

Wie auch immer, was sein muss, muss sein. Eine Stunde nach Sonnenuntergang betrete ich die „Katze“ und setze mich mit einem Bier in die dunkle Ecke hinten rechts. Der raue Putz kratzt meinen Rücken durch den Stoff meines Hemdes. Ich keuche ein tonloses Lachen, als mir einfällt, dass es jemals so etwas wie Jucken in meinem Leben gab, und wie gut es sich anfühlte, es zu kratzen. Vielleicht komme ich tatsächlich in die Stimmung für einen Mord, denke ich säuerlich, als ich mein Bier langsam auf dem mit Stroh ausgelegten Boden verteile. Die Kunst, ein Getränk nicht zu trinken. Ha, das wäre doch mal ein Kapitel für diesen eingebildeten Geck Knigge.

Wie erwartet macht sich Dujardon bald darauf auf nach Hause. Ich verlasse die „Katze“ kurz nach ihm und verschwinde in den unbeleuchteten Gassen, um ihn zu überholen und vor seinem Zuhause abzufangen.

„Dujardin!“, krächze ich aus der hohlen Gasse, als er vorbeischlendert. „Dujardin!“

„Wer ist dort?“

„Dujardin …“, flüstere ich. „Dujardin …“, leise, ganz leise.

„Wer ist da? Kennen wir uns?“ Zwei tastende Schritte bringen ihn an den Rand des Lichtkegels dieser neumodischen „Gas“-Beleuchtung. Künstliches Licht, ein Segen für uns Vampire.

„Danke, mon ami“, flüstere ich und halte ihm mit einer Hand den Mund zu, während ich ihn mit dem anderen Arm umschlinge und meine Zähne in seinen Hals grabe. Sein Körper wird erst steif, dann erstaunlich schnell weich, während sein Blut in meinen Hals spritzt. Ich halte ihn nicht mehr fest, sondern aufrecht in diesem Totentanz. Sein Leben für mein Nichtleben.

Der Blutstrom wird schnell schwächer und versiegt schließlich ganz. Oh, wie lange habe ich diesen Moment nicht mehr gekostet? Ich trete zwei Schritte zurück und bemerke nicht einmal, wie ich gegen die Wand stoße. Wie lange habe ich kein Leben mehr genommen, um meinen Hunger zu stillen? Und jetzt töte ich, für einen Eintrittspreis, ein verdammtes Billet? Mein Magen schmerzt und kaum beuge ich mich krampfend vornüber, erbreche einen Teil seines Blutes auf die grauen Pflastersteine. Was zum …?

In diesem Moment legt sich eine Hand auf meine Schulter. Eine ruhige, alterslose Stimme sagt: „Geht nach Hause, ich werde hier aufräumen. Geht nach Hause.“

Taumelnd verlasse ich die Gasse, ohne dem Vampir auch nur einmal ins Gesicht zu sehen, und verschlafe die nächsten Tage und Nächte, bis mich der Hunger wieder zur Jagd treibt. Innerlich fast glücklich, dass mir der petite bouchée wieder reichen wird, greife ich mir wahllos einen betrunkenen Seemann (gibt es andere?) und nehme kaum soviel von seinem Blut, wie er vertragen wird, als mein Magen sich wieder zusammenkrampft, während ich an Dujardin denke. Was zu, …?

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